Demenz ist der Überbegriff für eine Erkrankung mit vielen verschiedenen Symptomen. Sie treten in Kombination und über einen langen Zeitraum auf und führen zum Verlust kognitiver Fähigkeiten. Doch nicht jede Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit ist eine Demenz.
Die häufigste Art der Demenz ist die Alzheimererkrankung. Dazu gehört, dass sich jemand in seiner gewohnten Umgebung immer schlechter zurechtfindet. An Alzheimer Erkrankte können sich an nahe zurückliegende Ereignisse nicht mehr erinnern, Namen vertrauter Personen vergessen oder diese nicht erkennen.
Demenz geht mit Veränderungsprozessen im Gehirn einher, die schon Jahrzehnte vor der Veränderung des Verhaltens beginnen. Anfangs ist es für die Erkrankten noch möglich, vieles mit Geschick und Argumenten auszugleichen.
Ein funktionierender Familienverband federt vieles ab, schenkt Sicherheit und im besten Fall auch Akzeptanz. Eine vertraute Umgebung, geregelte Abläufe und Unterstützung bieten Demenzkranken einen Schutzraum, der hier besonders vonnöten ist. Durch gesellschaftliche Veränderungen gibt es das Modell der Großfamilie, die zur Verfügung steht, immer seltener und mehr betagte Menschen leben alleine.
Zu Beginn einer Demenzerkrankung kann man noch ganz viel alleine bewältigen, braucht aber schon gewisse Hilfestellungen im Haushalt oder bei Erledigungen außer Haus. Hier biete ich mit Hand von Herz eine sehr schnell verfügbare Unterstützung an, damit Betroffene möglichst lange selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben können.
Die Erfahrungen im Alltag und das Gefühl von Akzeptanz tragen ganz wesentlich dazu bei, ob ein Leben mit Demenz mehr oder weniger schwierig ist (demenzethischer Bericht der Nuffield Council on Bioethics).
In meiner alltäglichen Praxis im Umgang auch mit fortgeschrittener Demenz, bin ich immer wieder von besonderen Fähigkeiten demenzkranker Menschen überrascht. So hat mir vor Tagen eine 96jährige Frau, ein sehr langes Gedicht mit Punkt und Komma mehrmals ident vorgetragen, damit ich mitschreiben konnte.
Was Erkrankte bis ins letzte Stadium der Erkrankung ausdrücken können, sind ihre Emotionen und Gefühle. So gelingt es immer wieder mit Zuwendung und Herzlichkeit ein sehr angenehmes und entspanntes Klima zu schaffen, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt.