In der Pflege naher Angehöriger schleicht sich nicht selten mit zunehmender Zeit eine Vereinsamung ein. Es bleibt immer weniger Zeit für Persönliches zur Verfügung. Das Treffen mit Freunden wird mehrmals verschoben und für Sport oder Hobbies, sind sie abends zu müde. Und wenn die Pflegebedürftigen gar nicht mehr allein gelassen werden können, fühlen sich Betreuende wie zu Hause eingesperrt. Sie kommen nicht mehr unter Menschen und Außenkontakte können nur mehr schwer aufrechterhalten werden. Oder es melden sich Freunde nicht mehr, weil sie mit der Pflegesituation nicht umgehen können oder wollen.

Dazu kommt, dass es nicht immer eine freie Wahl war, Pflege zu übernehmen und oftmals einfach vorausgesetzt wird. Da fahren dann auch die Gefühle Achterbahn und es melden sich nicht selten selbst auferlegte Schuldgefühle oder werden von anderen übertragen. Schuldgefühle und Überlastung zeigen Symptome und machen bei Nichtbeachtung krank.

Der Körper gibt uns dafür Warnsignale wie ständige Schmerzen, Schlaflosigkeit, Übermüdung, Gereiztheit oder Antriebslosigkeit. Das zeigt, dass uns diese Situation belastet und da Körper, Geist und Seele unmittelbar zusammenhängen, dass auch die Seele leidet und Hilfe braucht.

Vor der Fürsorge für andere, ist Selbstfürsorge und die Verantwortung für die eigene Gesundheit sehr wichtig. Der Alltag in der Pflege fordert extrem, kostet Kraft, sowie emotionale Stärke und dafür sind Auszeiten und Unterstützung wirklich notwendig. Gerade wir Frauen, fühlen uns oftmals für das Wohl unserer Lieben verantwortlich und vergessen nicht selten auf unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

Deshalb möchte ich sie daran erinnern, in der Familie das Gespräch zu suchen, wie sie Entlastung finden können. Darüber hinaus gibt es sehr viele Einrichtungen und Hilfsangebote, die Unterstützung geben können. Auch mein Angebot ist schnell und kurzfristig abrufbar und die Erfahrung zeigt, dass schon ein paar Stunden viel bewirken und eine große Hilfe sein können.